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In den kommenden Wochen Warnstreiks bei der Postbank

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In den kommenden Wochen Warnstreiks bei der Postbank

Die Arbeitgeberseite legte am Montag wieder kein Angebot vor. Damit blieb auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.d und den Postbankunternehmen ohne Ergebnis. Es geht um Wertschätzung, um Kündigungsschutz und eine faire Lohnerhöhung für die rund 18.000 Beschäftigten bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen wie Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG.

„Die Postbank hat ihren Beschäftigten in den letzten Monaten viel zugemutet. Mit einem Angebot in der gestrigen Verhandlungsrunde hätten die Arbeitgeber den Beschäftigten Wertschätzung entgegenbringen können“, kommentierte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck die Situation. „Die Verärgerung ist besonders groß, weil die Arbeitgeberseite zum Kündigungsschutz nicht gesprächsbereit war.“ Der Kündigungsschutz habe gerade mit Blick auf die anstehende Integration der Postbank in die Deutsche Bank eine besondere Bedeutung. Ein Gehaltsangebot blieb ebenfalls aus.

Starre Haltung provoziert Arbeitskämpfe

Wenn die Arbeitgeber bei der Postbank nicht bereit sind, einen wirksamen Kündigungsschutz mit ver.di zu vereinbaren, werde es auf eine harte Auseinandersetzung hinauslaufen, kündigte ver.di-Verhandlungsführer Duscheck an. Die Arbeitgeberseite provoziere die Arbeitskämpfe durch ihre starre Haltung. In den kommenden Wochen werde es daher zu betrieblichen Aktionen bis hin zu Warnstreiks kommen.

ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um 5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Details. Unter anderem hat ver.di  zu einem Zukunftstarifvertrag, der auch Regelungen zur Digitalisierung beinhalten soll, Gesprächsbedarf.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 25. September in Bonn/ Siegburg statt.

Weitere Informationen auf der ver.di Bundesseite

Streik Postbank Kay Herschelmann Kein Angebot in der zweiten Runde – dann eben Warnstreik