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Angebliches Angebot ist unterirdisch – ver.di fordert Arbeitgeber …

Tarifinfo

Angebliches Angebot ist unterirdisch – ver.di fordert Arbeitgeber auf, endlich ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen

„Unterirdisch.“ So bewertet ver.di das, was die Arbeitgeber der privaten Energiewirtschaft in Baden-Württemberg im Anschluss an die zweite Verhandlungsrunde Anfang Januar als angebliches Angebot auf den Tisch gelegt haben. „Es ist nichts anderes als ein Scheinangebot. Die Arbeitgeber wollen uns hinhalten“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Stefan Hamm: „Das, was die Arbeitgeber uns auf den Tisch gelegt haben, ist weit davon entfernt, eine Basis für ernsthafte Verhandlungen zu sein.“

Um was geht es? Rückwirkend zum 1. Januar 2018 wollen die Arbeitgeber die Einkommen der Beschäftigten in der privaten Energiewirtschaft in BadenWürttemberg um rechnerisch nur 1,9 Prozent erhöhen. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 40 Euro auf 15 Monate steigen und um 1,5 Prozent für weitere 9 Monate. Der Tarifvertrag soll eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten haben. „Das deckt gerade mal die Inflationsrate“, stellt Hamm fest. Die Beschäftigten werden sich so nicht abspeisen lassen.

„Dieses angebliche Angebot kommt einer Provokation gleich“, so Hamm. Die Tarifkommission hat dieses Manöver der Arbeitgeber durchschaut. Ein Abschluss auf diesem Niveau ist meilenweit von dem entfernt, was als Tarifergebnis von den Gewerkschaftsmitgliedern akzeptiert werden könnte. Entsprechend schlecht ist die Stimmung in der Belegschaft. Ganz klar: Die Kolleginnen und Kollegen wollen das so nicht hinnehmen und den Arbeitgebern zeigen, dass sie hinter unseren Forderungen stehen.

Wir bleiben bei unseren Forderungen nach 5,9 Prozent mehr Geld bezogen auf eine Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 80 Euro monatlich steigen.

Hamm: „Die ver.di Mitglieder haben diese Spielchen leid. Sie verlangen ein Angebot, das sie ernst nehmen können.“ Das, was die Arbeitgeber bei diesen Verhandlungen bis jetzt an den Tag legten, hat mit „Augenhöhe“ nichts zu tun. Es ist höchste Zeit, dass die Arbeitgeber sich ihrer Verantwortung bewusst werden und ein ordentliches Angebot vorlegen.

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