Veranstaltungen und Seminare

Gegen Freiheit, Demokratie und „die da oben“: Der Kampf der Wutbürger

10.10.2017, 18:00Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Gegen Freiheit, Demokratie und „die da oben“: Der Kampf der Wutbürger

Wie passen (Rechts-)Populismus, politischer Protest und der Glaube an Verschwörungstheorien zusammen?
Termin teilen per:
iCal

Vortrag und Diskussion
Gegen Freiheit, Demokratie und „die da oben“: Der Kampf der Wutbürger
Wie passen (Rechts-)Populismus, politischer Protest und der Glaube an Verschwörungstheorien zusammen?

Dienstag, 10. Oktober 2017, 18:00 Uhr
Gewerkschaftshaus Stuttgart, Raum 3, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart
Referentin: Laura Luise Hammel ist Doktorandin an der Eberhard Karls Universität Tübingen und forscht für ihre Promotion zum Zusammenhang zwischen Verschwörungsglauben und Rechtspopulismus.
Veranstalter: ver.di-Bezirk Stuttgart
Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Seit Oktober 2014 gehen bei Pegida in Dresden wöchentlich Menschen gegen eine vermeintliche Medienverschwörung, die sogenannte „Lügenpresse“, auf die Straße. In Stuttgart demonstrieren bei der „Demo für alle“ in regelmäßigen Abständen besorgte Eltern gegen „Genderwahn“ und „Frühsexualisierung“. Selbsternannte „Reichsbürger“ gründen Fantasie(könig)reiche und legen durch absurde Rechtsstreits mancherorts ganze Gemeindeverwaltungen lahm, weil sie die Bundesrepublik für einen nicht rechtmäßigen Staat halten, der in Wahrheit gar nicht existiere.
Aber auch innergesellschaftlich und medial wächst die Aufmerksamkeit für Verschwörungstheorien. Im Social Media-Zeitalter scheinen sich Verschwörungstheorien heute schneller zu verbreiten als je zuvor und hierdurch immer mehr Anhängerinnen und Anhänger zu finden. 
Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuellen populistischen Parteien und Bewegungen in der Bundesrepublik und geht der Frage nach, warum gerade in diesen Bewegungen der Glaube an Verschwörungstheorien eine zentrale Stellung einnimmt, wie Verschwörungstheorien aber auch von etablierten politischen Akteuren genutzt werden um Anhängerinnen anzusprechen und Agenda Setting zu betreiben.