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Nein zu Gewalt an Frauen

Fahnenaktion
25.11.2017, 11:00 – 16.11.2017, 11:20Gewerkschaftshaus, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Nein zu Gewalt an Frauen

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Nein zu Gewalt an Frauen

Rund um den 25. November, dem internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“, setzen Frauen mit der Fahne „frei leben – ohne Gewalt“ ein weithin sichtbares Zeichen gegen tägliche Gewalt an Mädchen und Frauen. Wir laden herzlich ein, an der Fahnenaktion vor dem Gewerkschaftshaus teilzunehmen.

Fahnenaktion am Samstag, 25. November 2017, 11 Uhr
Beim Fahnenmast auf dem Gustav-Heinemann-Platz
beim Ausgang des Gewerkschaftshauses Richtung Stadtgarten/Landesarbeitsgericht
Gewerkschaftshaus, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Es sprechen Claudia Sippel, TERRE DES FEMMES Stuttgart, und Sarah Pawlowski, Bezirksfrauensekretärin Deutscher Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg

Mädchen schützen! Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden

Wir möchten dieses Jahr insbesondere auf unsere Forderungen zur Prävention und der Hilfe für Betroffene von Weiblicher Genitalverstümmelung hinzuweisen.

Weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet eine schwere Menschenrechtsverletzung, bei der Teile des weiblichen Genitals abgeschnitten oder verletzt werden. Diese Praxis stellt damit einen Verstoß gegen das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit dar. Zudem verstößt sie gegen die Kinderrechte gemäß der Kinderrechtskonvention und gilt somit als Kindesmisshandlung. Angaben von UNICEF (2016) zufolge sind weltweit mehr als 200 Millionen Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Tatsächlich dürften es eher doppelt so viele sein, denn bisher gibt es nur für den Subsahararaum, Ägypten und Irak umfassende Studien. Dabei weiß man heute, dass auch im Nahen und Mittleren Osten sowie in Südostasien Mädchen und Frauen genitalverstümmelt werden.

Genitalverstümmelung betrifft Mädchen und Frauen weltweit. Jedes Jahr werden erneut etwa drei Millionen Mädchen und junge Frauen Opfer dieser Praktik: das sind 8.000 jeden Tag. Alle 11 Sekunden wird ein Mädchen oder eine junge Frau an ihren Genitalien verstümmelt. In Deutschland sind mehr als 58.000 Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen und mindestens 13.000 Mädchen gefährdet (TDF-Dunkelziffer 2017).

Wir fordern, dass weibliche Genitalverstümmelung in die verpflichtende Aus- und Weiterbildung für das Fachpersonal aus medizinischen, pädagogischen, sozialen, juristischen Berufsfeldern und für Angestellte der Kinder- und Jugendhilfe aufgenommen wird. Wir brauchen Beratungsstellen und psychosoziale Hilfsangebote für Betroffene und Gefährdete, insbesondere für Minderjährige und deren besondere Bedürfnisse.

Es rufen auf: TERRE DES FEMMES Stuttgart, DGB BW, DGB Frauenausschuss Stuttgart, ver.di-Bezirksfrauenrat Stuttgart