Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2016

Bundestarifkommission beschließt Forderungen zur Tarif- und Besoldungsrunde …

Tarifrunde ÖD 2018

Bundestarifkommission beschließt Forderungen zur Tarif- und Besoldungsrunde Bund

Wir sind es wert wert!

Am 08.02.2018 hat die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst (BTK) die Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VKA) beschlossen. Tarifbeschäftigte wie verbeamtete ver.di-Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, gemeinsam und engagiert für einen guten Abschluss in der Tarif- und Besoldungsrunde 2018 einzutreten.

Die Forderungen im Überblick

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen:

  • 6,0 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat
  • eine Erhöhung der Ausbildungs- und Anwärtervergütungen sowie Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat
  • eine Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung
  • eine Laufzeit des Tarifvertrages von 12 Monaten

Die Erwartungen an die Arbeitgeber richten sich u.a. ferner auf:

  • eine Anhebung des Zusatzurlaubs für Schicht- und Wechselschichtarbeit um 50 Prozent
  • die Verlängerung der Regelungen zur Altersteilzeit 30 Tage Erholungsurlaub für Auszubildende und Anwärterinnen und Anwärter
  • die Erweiterung der Regelungen bei Leistungsminderung
  • ein kostenloses Nahverkehrsticket
  • ver.di erwartet vom Gesetzgeber, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf den Beamtenbereich übertragen wird.

ver.di erwartet vom Gesetzgeber, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf den Beamtenbereich übertragen wird.

Von der zeit- und wirkungsgleichen Übertragung sind betroffen:

  • Beamtinnen und Beamte des Bundes im öffentlichen Dienst und bei den Postnachfolgeunternehmen
  • Soldatinnen und Soldaten
  • Richterinnen und Richter des Bundes
  • Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger des Bundes
  • Anwärterinnen und Anwärter
  • Studierende des Bundes

Es gibt gute Gründe für unsere Forderungen:

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben auch ein Recht, an wirtschaftlichem Wachstum und steigender Produktivität teilzuhaben.

Schon seit 2015 nehmen Bund, Länder und Kommunen insgesamt mehr ein, als sie ausgeben. Für 2017 wurde ein Überschuss von 38,4 Milliarden Euro erreicht, der weiter kräftig steigen wird. Die Wirtschaftsforschungsinstitute sagen 45 Milliarden Euro für 2018 und 50 Milliarden Euro für 2019 vorher. Nach der Steuerschätzung vom November 2017 werden die Steuereinnahmen gegenüber der Schätzung vom Mai 2017 nochmals stärker steigen. Jahr für Jahr nimmt der Bund demnach drei Prozent mehr an Steuern ein und die Steuereinnahmen der Kommunen sollen sogar um rund fünf Prozent jährlich steigen.

Die Beschäftigten von Bund und Kommunen brauchen deutliche Lohnsteigerungen, die mithelfen, die bestehende Lücke zur Tariflohnentwicklung in der Gesamtwirtschaft von ca. vier Prozentpunkten zu verringern.

Die Attraktivität einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst muss gesteigert werden, um den beruflichen Nachwuchs sicherzustellen. Gute Arbeit braucht gute Leute. Und die müssen auch ordentlich für ihre Arbeit bezahlt werden. Wir sind es wert!

Wir stehen für:

eine einheitliche Einkommensentwicklung für Tarifbeschäftigte und Beamtinnen und Beamten und den gemeinsamen Einsatz aller Beschäftigten bei der Tarif- und Besoldungsrunde Bund

Unsere Einsicht:

Beamtinnen und Beamte dürfen zu ihrer Besoldung nicht schweigen – sie müssen hörbar ihre Stimme erheben.

Ihre Mitwirkung ist gefragt, denn: Gute Besoldung ist kein Geschenk!

Ohne Druck durch alle Beschäftigten – ob angestellt oder verbeamtet – ist kein Verlass auf politische Zusagen oder Beschwichtigungen.

Eine gute Besoldungsanpassung kann es nur geben, wenn ein gutes Tarifergebnis erreicht wurde.

Deshalb müssen sich auch Beamtinnen und Beamte von Verhandlungsbeginn an engagieren, um gemeinsam ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Geplante Verhandlungstermine:

1. Verhandlungsrunde / Auftakt 26. Februar 2018
2. Verhandlungsrunde 12./13. März 2018
3. Verhandlungsrunde 15./16. April 2018