Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2016

Jetzt Warnstreiks!

Kein Angebot der Arbeitgeber! – VKA fordert Kürzung bei der Zusatzversorgung!

Jetzt Warnstreiks!

Bund und Kommunen weisen Forderung nach Lohner­höhung um 6 Prozent als überhöht zurück und sehen  ­keinen Bedarf, durch höhere Entgelte die Konkurrenz­fähigkeit des öffentlichen Dienstes um qualifiziertes  ­Personal zu verbessern.

Im ersten Verhandlungstermin der Tarif- und Besoldungsrunde 2016 am 21. März 2016 in Potsdam haben die öffentlichen Arbeitgeber des Bundes und der Kommunen kein Angebot vorgelegt. Die ver.di-Forderungen seien völlig überzogen, würden die Kommunen stark belasten und die notwendigen Investitionen des  öffentlichen Dienstes gefährden. Die weiterhin steigenden Steuereinnahmen und den Lohnrückstand zur  Gesamtwirtschaft seit 2000 um 3,8 Prozentpunkte wollten sie nicht wahr haben. Die Arbeitgeber ­kennen  unsere Forderungen und wir erwarten ein Angebot, damit wir in Verhandlungen eintreten können.

ver.di fordert Antwort Arbeitgeber
Tabellenerhöhung um 6 Prozent. Kein Angebot! Forderung überhöht, keine Personal­gewinnungsprobleme, kein Nachholbedarf gegen­über der privaten Wirtschaft.
Erhöhung der Entgelte für Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten um 100 Euro. Kein Angebot! Forderung von etwa 11 Prozent ist überhöht.
Unbefristete Übernahme der Auszubildenden im erlernten Beruf. Kein Angebot! Haben Interesse an „guten Leuten“, Übernahmezusage an Alle wirkt demotivierend.
Arbeitgeberbeitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität. Haben Aufklärungsbedarf.
30 Tage Urlaub für Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten. Die jungen Leute sollen arbeiten.
Sachgrundlose Befristungen sollen ausgeschlossen werden. Ablehnung! Befristungen sichern Beschäftigung.
Regelungen zur Altersteilzeitarbeit sollen über den 31. Dezember 2016 verlängert werden. Kein Angebot! Keine Nachfrage von den Beschäftigten. Falsches Signal – längere Lebensarbeitszeit erforderlich.
Keine Eingriffe in das Leistungsrecht der Zusatzversorgung! Entlastung der Arbeitgeber erforderlich. VKA: Eingriffe in das Leistungsrecht unabdingbar!
Inkraftsetzung einer neuen Entgeltordnung im Bereich der VKA. Angemessene Kompensation der Mehrkosten.
Regelungen zum Gesundheitsschutz bei den Flughafenfeuerwehren. Aufklärungsbedarf, Hinweis auf bestehende örtliche Regelungen.

Unsere Forderungen sind berechtigt!

Unsere Forderungen sind berechtigt!

In der zweiten Verhandlungsrunde  wollen wir ein An­­­gebot der Arbeitgeber!

Um ihnen das deut­lich zu machen, ist es  Zeit, aktiv zu werden! Unsere Stärke zählt!

Darum geht es:

Die Beschäftigten des öffent­ lichen Dienstes beim Bund, bei den Kommunen und den kommunalen Betrieben erbringen für unsere Gesellschaft notwendige, qualifizierte und hochwertige Dienstleistungen. In vielen Bereichen, wie insbesondere bei der Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Geflüchteten ist die Arbeitsbelastung stark gestiegen. Die Beschäftigten ­leisten für die Gesellschaft un­­verzichtbare Aufgaben und das machen sie sehr gut.

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst leisten gute Arbeit. In der jetzigen Zeit wird das deutlich und deshalb verdienen sie Anerkennung. Gute Bezahlung ist Anerkennung – kein Angebot zu machen ist Geringschätzung gegenüber den Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Wir brauchen im öffentlichen Dienst deutlich höhere Einkommen. Der Lohnabstand zu den Löhnen der Gesamtwirtschaft muss verringert werden. Kräftige Lohnsteigerungen sind wirtschaftspolitisch sinnvoll, gut für die Konjunktur und stärken die Kaufkraft.

Die Rentengesetzgebung des Bundes wird bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit durchschnittlichen Einkommen zur Altersarmut führen. Die betriebliche Altersversorgung bekommt daher eine immer grö- ßere Bedeutung. Dies gilt auch für die Zusatzversorgung im Bereich des öffentlichen Dienstes bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und den kommunalen Zusatzversorgungskassen (ZVK). Deshalb lehnt ver.di jeden Eingriff in das Leistungsniveau der Zusatzversorgung strikt ab. Die erfreulicherweise steigende Lebenserwartung und das derzeitig niedrige Zins­ niveau können keine Eingriffe in das Leistungsrecht rechtfertigen. Leistungskürzungen wären sozialer Sprengstoff, den auch die öffentlichen Arbeitgeber nicht wollen können.

Jetzt sind die Beschäf­tigten aufgefordert zu zeigen, was sie von solchen Plänen halten!

Frank Bsirske – ver.di-Vorsitzender

Frank Bsirske Kay Herschelmann Frank Birske

In der Frage der Zusatzversorgung liegen wir fundamental auseinander – Leistungskürzungen wird es mit ver.di nicht geben! Auf unsere Forderung zur Lohnerhöhung haben wir kein Angebot von den Arbeitgebern ­erhalten.

Jetzt gilt es, in den Dienststellen und Betrieben Druck zu machen! Der ver.di-Bundesvorstand ruft die Beschäftigten zu Warnstreiks auf.

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