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Praxis der befristeten Stellenanteile ist Vergangenheit!

Stuttgarter Jugendhausgesellschaft

Praxis der befristeten Stellenanteile ist Vergangenheit!

Die Geschäftsführung der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft lenkt nach Druck ein

In einer Mitteilung an den Betriebsrat der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft (stjg) im Frühjahr 2018, hat die Geschäftsführung angekündigt, die bisherige Praxis der befristeten Stellenanteile bei den Beschäftigten im Ganztagesschulbereich abzuschaffen!

Diese positive Änderung konnte nur durch die gute Zusammenarbeit der Gewerkschaft ver.di mit dem Betriebsrat der stjg erzielt werden.

Kurze Vorgeschichte: Bisher hatte der überwiegende Teil der Beschäftigten im Ganztagesschulbereich einen Arbeitsvertrag mit unbefristeten (meist 50%) und einen mit befristeten Stellenanteilen. Als Begründung hat die Jugendhausgesellschaft bisher angeführt, mit dieser Vorgehensweise auf eventuell schwankende Schüler*innenzahlen in den einzelnen Schulen reagieren zu können. Die befristeten Stellenanteile wurden meist am Beginn eines Schuljahres verlängert.

Das unternehmerische Risiko wurde hier auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen und hat regelmäßig bei den Kolleginnen und Kollegen zu berechtigtem Unmut geführt. Denn auch wenn es nur Anteile des Beschäftigungsumfangs sind, tragen Befristungen zur Verunsicherung und weiteren Nachteilen für die Betroffenen bei.

ver.di hat in zwei Informationsveranstaltungen alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen und die möglichen Perspektiven skizziert. Eine rechtliche Prüfung hat dazu geführt, dass ver.di dagegen geklagt hätte. Doch jetzt hat die Geschäftsführung ohne rechtliche Schritte eingelenkt und ihre noch vor einem Jahr vertretene Meinung geändert. Einzig die neueingestellten Kolleginnen und Kollegen erhalten eine Befristung für das laufende Schuljahr. Ausgenommen von der Regelung sind die Befristungen mit Sachgrund (z.B. Elternzeitvertretung).

All das zeigt sehr deutlich, was gemeinsam erreicht werden kann, wenn die Gewerkschaft ver.di, der Betriebsrat und die organisierten Mitglieder von ver.di im Betrieb gemeinsam für eine Sache eintreten und so die Arbeitsverhältnisse vor Ort verbessern!