Handel

2. Verhandlungsrunde: Arbeitgeber ohne Angebot

Tarifrunde Einzelhandel 2021

2. Verhandlungsrunde: Arbeitgeber ohne Angebot

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 20. Mai über Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen für die Beschäftigten im baden-württembergischen Einzel- und Versandhandel legten die Arbeitgeber noch kein erstes Angebot vor. Die ver.di-Verhandlungskommission hat dieses Verhalten scharf kritisiert und den Arbeitgebern vorgeworfen, die Tarifrunde unnötig zu verlängern. "Die Beschäftigten brauchen möglichst bald mehr Geld, denn die Preise steigen seit Jahresbeginn wieder deutlich an.", erklärte ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke. "Kommen Sie Ihrer Verantwortung nach! So wie es jeder/jede Beschäftigte täglich von früh bis spät am Arbeitsplatz tut!"

Die Arbeitgeber forderten, zunächst über „differenzierte“ Tarifregelungen zu sprechen, um von der Pandemie betroffene Unternehmen nicht zusätzlich zu belasten. ver.di hatte dazu bereits zusammen mit den Tarifforderungen die Bereitschaft übermittelt, in tarifgebundenen Betrieben und Unternehmen in nachgewiesenen Notlagen flexible Lösungen tarifvertraglich zu vereinbaren.

Die Arbeitsbelastung steigt

Durch unermüdlichen persönlichen Einsatz haben die Einzelhandelsbeschäftigten in den vergangenen 14 Monaten maßgeblich dazu beigetragen, die Versorgung des Landes in der Corona-Krise aufrecht zu halten. Leider erhielten sie dafür von ihren Arbeitgebern nur selten die angemessene finanzielle Anerkennung – obwohl die Unternehmen an der Krise gut verdienten!

Wir fordern:

  • 4,5 % plus 45 €
  • Tarifl. Mindestlohn: 12,50 €/Std.
  • 100 € für Azubis
  • Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 100 %
  • Erhöhung der Sozialzulage auf 25 bzw. 35 €
  • Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit (AVE)