Handel

Arbeitgeber bieten Lohnsenkung für alle: Das ist keine Wertschätzung!

Tarifrunde Groß- und Außenhandel 2021

Arbeitgeber bieten Lohnsenkung für alle: Das ist keine Wertschätzung!

In der dritten Verhandlungsrunde am 10. Juni konfrontierten die Arbeitgeber die ver.di-Verhandlungskommission mit einem „atemberaubenden“ Angebot: In der von ihnen gewünschten zweijährigen Laufzeit soll es zwei Erhöhungen der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen geben:

  • Im Jahr 2021 gar keine Tariferhöhung!
  • Ab 1. Februar 2022 um 1,5%
  • Ab 1. Oktober 2022 um weitere 1,0%

Wirtschaftlich „starke Unternehmen“ (deren „Stärke“ nach einer bisher nicht benannten „betriebswirtschaftlichen Kennzahl“ definiert werden soll), sollen im Juni eine nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 150 € zahlen und dann die Tariferhöhungen jeweils 6 Monate früher (also im August 2021 bzw. April 2022) gewähren.

„Von der Pandemie betroffene“ Unternehmen (deren „Betroffenheit“ nach Kriterien wie mehr als 3 Monate Kurzarbeit oder Bezug von staatlichen Unterstützungsleistungen in 2021 oder 2022 definiert werden soll) sollen dagegen die Tariferhöhungen sogar erst weitere 6 bzw. 4 Monate später (also im August 2022 bzw. Februar 2023) zahlen müssen!

Die ver.di-Verhandlungskommission hat dieses Angebot scharf kritisiert und als völlig unzureichend zurückgewiesen. Es liegt erheblich unter den Teuerungsraten, die für 2021 und 2022 erwartet werden, und würde deshalb reale Lohnsenkungen für alle Beschäftigten bedeuten!

Jetzt gilt: Druck in den Betrieben machen!
Ohne Druck werden sich die Arbeitgeber nicht bewegen.