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Rollenoffsetdruckereien J. Fink und Körner Druck sind insolvent

Insolvenz

Rollenoffsetdruckereien J. Fink und Körner Druck sind insolvent

Mitte Juli wurde bekannt, dass mehrere Krankenkassen Insolvenzantrag gegen die Firma J. Fink Druckerei GmbH in Ostfildern gestellt haben. Das zuständige Amtsgericht Esslingen eröffnete ein vorläufiges Insolvenzverfahren und bestellte Rechtsanwalt Dr. Dietmar Haffa zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Die J. Fink Druck GmbH gehört dem finnischen Private-Equity-Unternehmen Printers Group Oy (Worterklärung: Private Equity = Privatvermögen). Die Mitarbeiter hatten bereits seit April kaum noch Lohn erhalten und auch das Kurzarbeitergeld wurde in vielen Fällen nicht ausgezahlt. Nachdem mehrere Mitarbeiter deshalb gekündigt hatten, arbeiteten bei Fink zuletzt noch 50 Beschäftigte.

Auch im „Schwesterunternehmen“ Körner Druck GmbH in Sindelfingen wurden seit April die Löhne nur noch sporadisch bezahlt. Hier erfolgte der Insolvenzantrag Mitte August, ebenfalls gestellt von einer Krankenkasse. Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Holger Blümle. Bei Körner sind 140 Beschäftigte von der Insolvenz betroffen. Für die Körner-Belegschaft ist dies bereits die zweite Insolvenz innerhalb von nur zwei Jahren. Die Körner Druck GmbH und die J. Fink Druck GmbH waren im Mai 2019 von der selbst in finanziellen Schwierigkeiten befindlichen niederländischen Circle Media Group an das finnische Private-Equity-Unternehmen Printers Group Oy verkauft worden.

Informationen zu Fragen rund um die Insolvenz gibt es zum Herunterladen unter der Internet-Adresse: https://druck.verdifb8bw.de/wp-content/uploads/2020/09/WastunbeiInsolvenz.pdf