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Der Achtstundentag wurde vor 100 Jahren beschlossen und ist eine …

„...Vom Widerstand zum Aufbruch!“

Der Achtstundentag wurde vor 100 Jahren beschlossen und ist eine der großen Errungenschaften sozialer Gerechtigkeit – Die DGB-Gewerkschaften blicken mit einer Festveranstaltung zurück

30.11.2018

Vor 100 Jahren beendete die Streikbewegung revolutionärer Soldaten und ArbeiterInnen das Massensterben und die Not im Ersten Weltkrieg. In Folge der Novemberrevolution 1918 konnten sie wichtige demokratische Rechte erkämpfen. So wurde das Frauenwahlrecht, wie das Recht zur Bildung von Betriebsräten und der Achtstundentag erreicht. Im November 1918 beschloss der Rat der Volksbeauftragten die Anordnung für die Einführung des Achtstundentags. Ein großer Fortschritt, betrug doch die tägliche Arbeitszeit zu Zeiten der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert meist zwischen 12 bis 14 Stunden.

Als gesetzlich verankerte Norm ist er von unschätzbarem Wert für die Gesundheit der abhängig Beschäftigten. Er war, wie auch die Durchsetzung der Fünftagewoche, ein wichtiger Meilenstein im Kampf um Arbeitszeitverkürzung und für ein besseres Leben. Doch der Achtstundentag war und ist auch nach wie vor umkämpft und wird immer wieder von Kapitalseite wie Politikern massiv angegriffen. Aktuell versucht die CDU im badenwürttembergischen Landtag, die Arbeitszeit auf 12 Stunden zu erhöhen. Angesichts des bedeutenden geschichtlichen Erfolgs ist dies eine Verhöhnung aller lohnabhängig Beschäftigten, nach 100 Jahren das Rad der Geschichte zurückdrehen zu wollen. DGB, ver.di, IG Metall und das Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften würdigen gemeinsam in einem Festakt diese Errungenschaften. Der Referent Frank Deppe, Professor für Politikwissenschaft, wird in seinem Vortrag die historischen Ereignisse dieser Zeit darstellen, aber auch den Blick in die Zukunft richten und weitere Schritte für kürzere Arbeitszeiten andenken. Die MARBACHER werden thematisch passende Lieder dazu singen.

Donnerstag, 29. November 2018, 18:00 Uhr Foyer im Willi-Bleicher-Haus (Gewerkschaftshaus), Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Für Rückfragen: DGB-Stadtverband Stuttgart, Jörg Munder, Tel. 0711 2028-332