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Ab Freitag auch in Ludwigsburg und Stuttgart Warnstreiks im Bankgewerbe

Pressemitteilung

Ab Freitag auch in Ludwigsburg und Stuttgart Warnstreiks im Bankgewerbe

04.04.2019

Am Freitag, 5. April, und Montag, 8. April, sind Beschäftigte zahlreicher Banken in Ludwigsburg und Stuttgart zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. ver.di ruft damit erstmals auch in Baden-Württemberg zu Arbeitsniederlegungen auf, nachdem die zweite Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes am 6. März 2019 ohne Ergebnis auf den 11. April vertagt worden ist.

Die Forderung von ver.di nach einer Erhöhung der Gehälter um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten wiesen die Arbeitgeber zurück, darüber hinaus machte die Arbeitgeberseite die Fortführung der Tarifverhandlungen davon abhängig, dass ver.di zuvor nahezu alle Forderungen zurücknimmt.

„So lassen sich Tarifverhandlungen nicht führen“, so Frank Hawel, Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen bei ver.di Baden-Württemberg. „Die Arbeitgeber verweisen auf die schwierige Lage der Branche, erhöhen aber gleichzeitig wieder die Vorstandsgehälter und zahlen Boni in Milliardenhöhe aus. Und diejenigen, die unter steigender Arbeitsbelastung tagtäglich dafür arbeiten, dass der Laden läuft, sollen leer ausgehen.“

Ganztägige Warnstreiks am

5. April:
Bausparkasse Wüstenrot, 300 - 400 erwartete Teilnehmer*innen, Streikkundgebung 9:00 Uhr vor der Pforte 1. Anschließend Demonstrationszug zum Streiklokal Ratskeller Ludwigsburg.
Kontakt Christian Miska 0171 2039997

8. April
Stuttgarter Banken: LBBW, Commerzbank, DSV, LBS, Dt. Bank, L-Bank und andere, voraussichtlich Kundgebung 10.00 Uhr Innenhof LBBW, Am Hauptbahnhof 2, Stuttgart, Demo zum Gewerkschaftshaus, erwartet werden 250 Teilnehmer*innen.
Kontakt: Christian Miska 0171 2039997


ver.di fordert in der Tarifrunde sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits– und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.

Pressekontakt

Andreas Henke, Pressesprecher
ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg
tHeo.1, Theodor-Heuss-Straße 2, 70174 Stuttgart
Tel.: 0711/88788-2390
Mobil.: 0170/2212331
e-mail: andreas.henke@verdi.de
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