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Jugend-Azubi-Studi DEMO, 18.9 um 14 Uhr am Feuersee in Stuttgart

Pressemitteilung (DGB)

Jugend-Azubi-Studi DEMO, 18.9 um 14 Uhr am Feuersee in Stuttgart

16.09.2021

Pressemitteilung des DGB Nordwürttemberg

Ein großes Jugendbündnis aus Gewerkschaftsjugenden, Jugendparteien und aus kulturellen und politischen Jugendverbänden wie den Falken, der Naturfreundejugend, der DIDF-Jugend, Fridays for Future und dem Stadtjugendring gehen zusammen am Samstag für eine bessere Bundespolitik für die junge Generation auf die Straße.

Das Jugend-Azubi-Studierenden Bündnis fordert eine Trendwende in der Klimapolitik, mehr Ausbildungsplätze, mehr BAföG für mehr Schüler*innen und Studierende, bezahlbare Wohnungen an den Lern- und Arbeitsorten für den kleinen Geldbeutel, eine Abschaffung der sachgrundlosen Befristung für mehr Zukunftssicherheit.

„Die Klimakrise ist für die junge Generation auch eine Gerechtigkeitskrise.“, sagt Anja Lange, Gewerkschaftssekretärin bei der DGB-Region Nordwürttemberg und Vertreterin der DGB-Jugend im Bündnis. „Es braucht einen gerechten Wandel, der Aspekte von Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit gemeinsam denkt. JETZT!“, so Anja Lange weiter.

Klimapolitik ist nur ein Aspekt, in dem sich die junge Generation in Stuttgart in dem Bündnis einig ist. Auch das aktive Stimmrecht soll die nächste Bundesregierung für junge Menschen ab 16 Jahren ermöglichen. „Zum Arbeiten alt genug, aber zum Wählen zu jung.“, empört sich Anja Lange. „Die Jugend möchte doch ihre Zukunft mitgestalten und Verantwortung übernehmen, wie man den Aktivitäten von Fridays for Future und den vielen 16 bis 18 Jährigen ansehen kann, die sich in unseren politischen Jugendverbänden organisieren. Wir als Stuttgarter Jugend-Azubi-Studierenden Bündnis wollen, dass sich endlich ein paar grundlegende Dinge für die Jugend ändern. Wählen gehen dürfen, gehört für uns dazu, genauso wie eine klimagerechte, zukunftssichere Politik!

Für mehr Zukunftssicherheit auf dem Corona-krisengebeutelten Ausbildungsmarkt fordert das Bündnis die Einführung einer Ausbildungsgarantie und gleichzeitig eine Ausbildungsumlage. Durch die Ausbildungsgarantie sollen junge Menschen das Recht auf einen Ausbildungsplatz erhalten, vergleichbar mit dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Damit die Wirtschaftsbetriebe diese Ausbildungsgarantie der Jugend auch geben können, koppelt das Bündnis die Forderung an eine Ausbildungsumlage. Demnach sollen die Betriebe in einen Topf einzahlen, die nicht ausbilden. Und die Betriebe, die ausbilden, bekommen eine Förderung aus dem selbigen Topf ausgezahlt. Dass die Ausbildungsumlage funktionieren kann, sieht man schon heute an der Baubranchen, wo schon viele Jahre lang die Ausbildung auf diesen Weg gestärkt wird.

Anja Lange sagt dazu, „Die Corona-Krise hat den Ausbildungsmarkt voll erwischt. Dabei ist die duale Ausbildung doch das wichtigste Tool, um die Jugend vor Arbeitslosigkeit und schlechter Bezahlung zu schützen. Und für die Wirtschaft ist es insbesondere im Handwerk, die einzige Möglichkeit Fachkräfte auszubilden. Daher sollte die nächste Bundesregierung dringendst für mehr Sicherheit auf dem Ausbildungsmarkt sorgen.“

Zu der Demonstration, die am Samstag um 14 Uhr am Feuersee in Stuttgart startet, erwartet das Bündnis eine bunte, politische, junge und laute Stimmung, die ihre Aufmerksamkeit auch am Marienplatz hin zum Rotebühlplatz und final am Gustav-Heinemann-Platz auf sich ziehen wird. „Es ist Zeit, dass sich was bewegt. Denn es geht um unser JETZT!“, so die Gewerkschafterin abschließend.